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Imkerberater Sprechstunde im Dezember

Meine treuen Honigkunden erhalten im Advent immer ein kleines Präsent, eine Honigprobe oder eine Bienenwachskerze. Wenn der Vorrat knapp wird bastele ich abends noch Nachschub. Der Geruch nach frischem Bienenwachs erfüllt dabei die Stube. Auch am Weihnachtsbaum haben wir immer echte Bienenwachskerzen, der aromatische Geruch gehört einfach zum Fest dazu. Auch Honig habe ich jetzt immer in ausreichender Menge abgefüllt und kann so alle Wünsche erfüllen. Bis zu 7 verschiedene Honigsorten habe ich im Angebot, aber nur aus meiner regionalen Eigenernte. Gerne gebe ich überschüssigen Honig an befreundete Imker ab, die eine kleinere Ernte hatten und ihren Kunden regionalen Honig anbieten wollen. Den Bienenstand besuche ich nur nach heftigen Stürmen und zur Winterbehandlung rechtzeitig vor Weihnachten.

Da ich im Oktober und November bereits die Bienen auf Varroa kontrolliert habe, führe ich die Winterbehandlung nur bei den betroffenen Völkern mit Milch- oder Oxalsäure durch. Dabei lege ich Wirtschaftsvölker die auf weniger als 4 Waben sitzen zusammen, da sie den Winter nicht überstehen würden. Auch können Völker noch umgesetzt werden, denn der Transport im Autoschadet ihnen nicht. Das Flugloch wird erst ein Tag später wieder freigegeben. Da ich gut eingefüttert habe, erfolgt so ein Umzug immer nur zu zweit. Bereits bei der Behandlung lege ich fest, ob und welche Völker ich im Frühjahr abgeben kann.

Leider gehen in Hessen im Winter immer noch zu viele Völker zugrunde. Deshalb bieten wir im Jahresverlauf Schulungen zu allen imkerlichen Tätigkeiten an, rechtzeitig gestellte Schulungswünsche werden von uns gerne im Jahresplan berücksichtigt. Rückblickend war das Jahr wieder ereignisreich, durch die zunehmende Trockenheit waren Bienentränken die erste Wahl. An vielen Orten gab es eine gute Obstblüten- und Rapshonig Ernte. Leider gab es für einige Imker gar keine Ernte, hier haben die Bienen alles für sich gebraucht. In der Zucht und auf den Prüfständen lief es sehr gut, so dass wir wieder sehr gute Ergebnisse erwarten.

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Imkerberater Sprechstunde im November 2020

Jetzt sollte Ruhe am Bienenstand sein, 3 Wochen nach dem letzten Vollmond im Oktober sind die meisten Bienenvölker aus der Brut. Schiebt man Anfang November für 10 Tage eine Varroalade unter den offenen Gitterboden, kann man feststellen welche Völker behandelt werden sollen und welche nicht. Alle bei denen pro Tag mehr als 1 Varroamilbe gefallen ist. Wo weit weniger gefallen sind, ist eine Behandlung nicht notwendig. Da hat die letzte Sommerbehandlung bestens gewirkt. Manche Imker warten einen ersten Frost ab und behandeln bis Weihnachten. Da können die Völker aber wieder in Brut sein. Da die Brutflächen sehr klein sind, können diese auch mit einer Honiggabel entdeckelt werden, die Behandlung wird am nächsten Tag durchgeführt. Sie wirkt nur auf den Bienen. Unbedingt nur zulässige Behandlungsmittel wie Milchsäure (2x sprühen innerhalb 5 Tage) oder Oxalsäure einmaliges (!) sprühen oder träufeln. Ich habe auch Völker in der Prüfung die nicht behandelt werden.

An schönen Tagen kann das restliche Wachs oder Wabenwerk eingeschmolzen werden. Sobald genügend Wachsblöcke zusammen sind, gebe ich die Charge zu einem Mittelwandhersteller in der Region. Da er auch das Wachs entseucht, können kleinere Imkereien ihr Wachs gemeinsam abgeben. Notwendige Reparaturen an den Holzzargen, -böden und –deckel lasse ich von einem befreundeten Schreiner durchführen. Er hat die richtigen Werkzeuge dazu, und bei ihm geht es zig-mal schneller als bei mir. Überschüssigen Honig gebe ich an befreundete Imker ab, die nicht so vielernten konnten, solange mein Vorrat reicht. Der Honig wird schonend erwärmt und cremig halbflüssig oder flüssig in Verkaufsgebinde abgefüllt. Bis zu 7 verschiedene Sortenhonige kann ich meinen Kunden anbieten. Das meiste fülle ich in 500g DIB Gläser, aber ein kleiner Teil wird in 250g Neutralgläser abgefüllt. Für meine Honigkunden fülle ich auch einige 30g Probiergläschen ab.Soweit ich es noch nicht gemacht habe, decke ich mich mit neuer oder alter Imkerliteratur ein und bereite ein paar Seminare vor. Wobei der Schwerpunkt bei Königinnenzucht und Drohnenaufzucht liegt. Beim Auswerten der diesjährigen Zuchtdaten, Stockkarten habe ich im .xls Format, sind bereits einige Königinnen positiv aufgefallen. Bei den fremdgeprüften muss ich bis Februar warten, um alle Daten aus beebreed zu erhalten. Trotzdem plane ich schon, von welchen Königinnen ich wie nachziehen möchte. Auch eine Liste von Neuanschaffungen lege ich an, um diese noch im alten Jahr anzuschaffen, bevor sie im Januar wieder teurer werden.Wenn meine Kerzenbestände nicht mehr ausreichen, habe ich jetzt Zeit noch einige anzufertigen. Auch Wachs wird nachgefragt, für Wickelkerzen oder Wachstücher. Manche stellen daraus auch ihre eigene Kosmetik für sich selbst her. Da dieses Jahr wohl keine Weihnachtsmärkte stattfinden, stelle ich nur eine kleine Charge Honig mit Gewürzen her, mittlerweile weiß ich welche Sorten gerne nachgefragt werden. Ich rühre die Gewürze in milden Rapshonig ein und fülle in 250g Neutralgläser ab.

Autor: Rolf Woelke

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Imkerberater Sprechstunde im Oktober

Die Auffütterung sollte bei der Mehrzahl der Völker abgeschlossen sein. Jede weitere Futtergabe schwächt die vorhandenen Winterbienen, deshalb sorge ich vor und habe im September bei den starken Völkern einige Waben entnommen und nur diese nachgefüttert.

Ich überprüfe die Völker auf Weiselrichtigkeit und tausche noch einzelne Wirtschaftsköniginnen gegen gute Nachzuchten aus. Deshalb kann ich auch noch bei Bedarf mit einigen Königinnen aushelfen. Zu schwache Völker (< 5.000 Bienen) nehme ich nicht mit in den Winter und verstärke damit lieber andere Völker. Die meisten Völker sind deutlich stärker als 10.000 Bienen und haben wenig Varroafall.

Schon bevor die ersten Nachfröste anstehen bringe ich bei allen Beuten Mäusegitter an. Auch Maßnahme gegen Specht (Vogelnetze) und Waschbär (Bretter und Drahtgitter) werden soweit nötig vorbereitet. Steht bei der Bodenschieberkontrolle eine sofortige Behandlung an, so entscheide ich nach Varroawetter, ob Ameisensäure oder eine vorgezogene Winterbehandlung notwendig ist. Dazu entdeckele ich etwaige Brut und beträufele diese am nächsten Morgen mit Oxalsäure. Diese Völker sind dann fertig behandelt, eine weitere Behandlung würdensie nicht überleben.

In den kalten Nächten mit Frost ziehen sich die Bienen in eine lockere Wintertraube zurück, wird es tagsüber warm löst diese sich wieder auf. Auch der Bautrieb ist erloschen. Die Brutflächen werden kleiner und 3 Wochen nach dem Oktober-Vollmond sind die meisten Völker brutfrei. Dann kann eine Winterbehandlung durchgeführt werden. Sind bei der Bodenschieberkontrolle einige wenige Völker aufgefallen, die sofort behandelt werden müssen, wird bei diesen die verdeckelte Brut mit einer Entdeckelungsgabel geöffnet. Am nächsten Morgen erfolgt die Träufel-Behandlung mit Oxalsäure, solche Völker dürfen dann im Winter nicht einzweites Mal mit Oxalsäure behandelt werden.

Eine letzte Gewichtkontrolle und Schätzung der Volksstärke sind wichtig zum Bestimmen der Winterfestigkeit. Geringer Futterverbrauch zeugt von längerer Brutpause und damit geringer Varroabelastung.

Unbedingt Neu- und Altwachs getrennt aufbereiten, Mittelwände werden nur aus dem guten Wachs erstellt. Zum Kerzengießen und – ziehen benutze ich das goldgelbe Altwachs, das aus den bebrüteten Waben eingeschmolzen wurde.

Jetzt wird auch wieder verstärkt Honig abgefüllt um genügend verkaufsfähige Ware zu haben, soweit Überschuss vorhanden ist gebe ich auch Eimerweise an Imkerkollegen ab. Für meine treuen Honigkunden bereite ich 30g Honigproben, kleine Kerzen und Blumensamen für Bienenweide her. Bienenpaten erhalten einen Flyer mit Informationen über das Bienenjahr, ihre anteilige Honigernte und Termine für das nächste Jahr.

Soweit noch nicht erfolgt werden die Zuchtdaten in Beebreed eingegeben, alle Prüfstände mit den geprüften Königinnen und kumulierten Daten aus den Stockkarten. Auch Werte aus der Varroatoleranz und der SMR Prüfung fließen ein.

Autor: Rolf Woelke

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Imkerberatung für September

Schwache Völker werden jetzt gerne von Wespen und starken Völkern geräubert, kleine Fluglöcher oder auf einen anderen Stand verstellen kann dies verhindern. Die Auffütterung sollte bis Mitte des Monats abgeschlossen sein. Die Jungvölker sollten Ende August ausgeglichen worden sein, also gleich stark sein. Schwache Jungvölker können Ende des Monats miteinander vereinigt werden. Auch mit Altvölkern kann man so verfahren. Nach dem Auffütern unbedingt den Varroabefall 14-tägig prüfen, rechtzeitig eingeleitete Sanierungen helfen den Völkern gesund über den Winter zu kommen. Nur zugelassene Mittel benutzen und die Wirkung überprüfen.Meist fliegen bei den ersten Herbststürmen auch ein paar Deckel von den Beuten, trotz aufliegenden Steinen oder Platten. Ich verwende einen einfachen Spanngurt als zusätzliche Sicherung, der lässt sich leicht lösen und verschafft den Bienen ein trockenes Zuhause.Alte Waben ausschmelzen bevor die Wachsmotten zuschlagen, unbenutzte Beuten und Aufzuchtkästchen sind jetzt zu reinigen und bienendicht zu verschließen. Honig abfüllen damit die Kunden immer ein ausreichendes Angebot vorfinden.Bereits jetzt die Saison auswerten, Stockkarten und Unterlagen sichten, nachzuchtwürdige Königinnen festlegen. Meine Wirtschaftsvölker haben nur einjährige Königinnen bester Abstammung. Noch können Versager gegen bessere Königinnen ausgetauscht werden. Qualität hat seinen Preis, unbedingt auf regionale Königinnen zurückgreifen. Bei imkerlichen Fragen stehen Euch die Imkerberater des Vereins gerne zur Verfügung, bitte per Email am besten mit Bildern, damit man die Situation klarer bewerten kann.

Autor: Rolf Woelke

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Imkerberater Sprechstunde im August

Der nach dem Abschleudern gegebene Futterstoß von 5-7 kg hat einen Futterkranz über der Brut erzeugt. Das hilft bei der anstehenden Varroabehandlung, unbedingt bei www.Varroawetter den Behandlungserfolg einsehen. Nur zulässige Mittel verwenden, wer Bannwaben verwendet oder die Königin für 24-28 Tage käfigt kann auch Oxalsäure in die dann brutfreien Völker träufeln, oder sprühen. Noch sind keine Winterbienen erzeugt. Vorher und nachher muss eine Varroazählung durchgeführt werden, bei der Puderzuckermethode sind bei 10 Milben je 50g Bienen eine Behandlung angesagt. Beim Milbenfall, sind es 5 Milben je Tag.Beim Auffüttern auch unbedingt immer eine Wassertränke anbieten, im August wird es richtig heiß. Das Futter in 3-4 gleichen Teilen nach ca. je 1 Woche geben, das letzte Futter sollte umgearbeitet worden sein. Nur abends füttern, um Räuberei zu vermeiden. Mitttelwände werden bei Flüssigfutter meist noch gut ausgebaut. Unbedingt auch die tatsächlichen Vorräte und Pollenversorgung im Auge behalten, stellenweise sind noch verwertbare Trachten vorhanden. Das Springkraut, Sonnenblume und Melizitose, die wir dieses Jahr gar nicht oder nur kurz beobachten konnten. Die letzten Königinnen werden von den verbliebenen Drohnen meist bis Mitte August noch begattet. Unbedingt überprüfen, dass diese auch Arbeiterinnenbrut anlegen. In Mini+-Beuten halte ich einige Reserveköniginnen für Notfälle bis September vorgehalten, da muss der Futtervorrat immer wieder geprüft werden. Entnehme ich eine Königin, wird die Beute auf ein anderes Volk gestellt, mit Zeitungspapiersperre. Bei Jungvölker, die sichnicht entwickeln, verwerfe ich die Königin und verfahre identisch. Jungvölkern nur kleine Futtergaben geben, um das Brutnest nicht einzuengen. Hier steht eine Varroabehandlungerst im September an.Das Auffüttern benutze ich auch zur Wabenerneuerung, wenn es unterjährig nicht gepasst hat. Die „alten Schinken“ werden eingeschmolzen und kommen zum Kerzenwachs, neue schlecht gebaute oder alte Honigwaben kommen ins Mittelwandwachs. Das gebe ich im Winter zum Umarbeiten. Honigwaben unbedingt nach dem Abschleudern, oder später von den Bienen trocken lecken lassen. Es können sich sonst Hefepilze bilden, die dann in die nächste Tracht gelangen und diese verderben.Letzte Kunstschwärme müssen jetzt mit 2 kg Bienen gebildet werden, außerdem sofort behandelt und gut gefüttert werden, damit diese gut über den Winter kommen. Da funktioniert auch ein Standmaßwechsel perfekt. Bei imkerlichen Fragen stehen Euch die Imkerberater des Vereins gerne zur Verfügung, bitte per Email am besten mit Bildern, damit man die Situation klarer bewerten kann.

Autor: Rolf Woelke

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Imkerberater Sprechstunde im Juli

Ab Juli sollte bei jedem Volk eine Varrodiagnose durchgeführt werden, also für 3 Tage eine eingeölte Diagnosewindel einschieben, fallen dann mehr als 5 Milben pro Tag sollte umgehend behandelt werden. Bei der Auswasch- oder Puderzuckermethode sollte bei mehr als 10 Milben pro 50 g ebenfalls behandelt werden. Wer seine Bienen schwärmen lässt, oder eine komplette Brutentnahme im Juni durchgeführt hat, kann auch später behandeln. Jungvölker, die beim Start gegen Varroa behandelt wurden, werden erst ab September kontrolliert und behandelt. Jetzt bieten sich auch biologische Maßnahmen an, wie Königin 24 Tage absperren, oder das Bannwabenverfahren. Die Anleitungen dazu findet ihr beim Bieneninstitut Kirchhain.Dieses Jahr muss wieder auf Melizitosehonig geachtet werden, bittet meldet uns ein Auftreten, damit wir die angrenzenden Imker informieren können. Je nach Trachtsituation kann ab 5. Juli abgeschleudert werden, danach unbedingt mindestens 5 kg Futter geben, wer neue Mittelwände ausbauen lassen möchte nimmt 1:1 flüssiges Futter. Bitte nur abends füttern und ohne kleckern, damit keine Räuberei ausbricht. Auch die Jungvölker jede Woche kontrollieren und nach Bedarf füttern. Bevor alle Drohnen abgetrieben werden, lohnt es sich noch eine letzte Serie Königinnen zu ziehen. Für jedes Altvolk sollte mindestens eine Jungkönigin gezogen worden sein. Ab Juli werden 1,5 – 2 kg Bienen für ein neues Jungvolk benötigt, damit es stark genug überwintern kann. Denkt an eine gute Wasserversorgung am Stand, meist muss auch an eine bessere Pollenversorgung gedacht werden. Blühstreifen helfen da, aber auch Eigeninitiative wie Bienenbaum oder Silvie zu ziehen. Wer noch nie an einer Honigprämierung teilgenommen hat, soll es sich für dieses Jahr mal vornehmen, Anmeldeschluß ist der 1.8., Informationen beim Landesverband Hessicher Imker (LHI). Besucht die Imkertreffen, denkt auch an Eure und unsere Gesundheit, nehmt also einen Mundschutz mit.

Autor: Rolf Woelke

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Imkerberatung im Juni

Mit einem Großeinsatz von Bienenseuchensachverständigen (BSV) und Imkerberatern wird der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut (AFB) in Gelnhaar saniert. Dazu wurden hessenweit alle Vereine zur Unterstützung angeschrieben. Der Wetteraukreis stellt ab sofort nur noch Bienen-Gesundheitszeugnisse nach Ziehen einer Futterkranzprobe, die negativ auf AFB beprobt wurde. Jeder Imker der Bienen oder Königinnen abgibt, sollte spätestens im September diese Futterkranzprobe vom BSV ziehen lassen. Das Gesundheitszeugnis kann dann möglichst schon im März beantragt werden. Mit Bienen einfach „ohne“ wandern ist kein Kavaliersdelikt. Sollten Bienen langfristig abgewandert werden, darf man ruhig auch den dort zuständigen Vereinsvorsitzenden oder Nachbarimker informieren. Achtet auf Bienenkrankheiten, manche Völker zeigen Symptome des Chronischen Bienenparalyse Virus (CBPV). Haarlose, schwarze, orientierungslose Bienen, vermehrter Totenfall. Unbedingt diese Völker auf einen extra Stand stellen, um diese zu retten sollte eine komplette Brutentnahme durchgeführt und die Pollenbretter eingeschmolzen werden. Jetzt gilt es die Trachtsituation im Auge zu behalten, die Völker sind am Entwicklungshöhepunkt und gehen nicht mehr aus der Brut, auch Verhungern ist möglich. Unbedingt Futterreserven kontrollieren, reifen Honig ernten und rechtzeitig neue Zargen aufsetzen. Wer Wabenhonig ernten will, sollte ein oder mehrere markierte Leerrähmchen mit aufsetzen. Die Natur ist zwei Wochen voraus, die Brombeere blüht schon. Noch ist Schwarmzeit und eine wöchentliche Kontrolle Pflicht. Nicht erntereife Völker nutze ich jetzt zur Völkervermehrung. Die ersten Königinnen sind schon begattet und die nächsten kommen auf die Belegstelle. Ich setze nur auf gekörte Königinnen, wir bieten Larven am Sonntag den 7.6. an, verbindliche Anmeldung ist erforderlich. Wir bieten einen Sammeltransport zu Belegstelle an, drohnenfreie Anzuchtkästchen, für 2 Wochen Futter, aber nur bei Vorliegen eines aktuellen Gesundheitszeugnisses. Vorbestellte Inselköniginnen kommen nächste Woche an, bitte um Rückmeldung damit das Einweiseln problemlos erfolgen kann. Die vorbestellten Wirtschaftsköniginnen kommen erst im Juli, beides ist Corona bedingt. Am Ende des Monats steht für einige die komplette Brutentnahme an, unbedingt diese Völker auf einen Ablegerstand verbringen. Auf Futtervorrat, ausreichend Material und Königin achten, die sollte im Altvolk verbleiben. Nach 9 Tagen können die Nachschaffungszellen ausgebrochen werden und 3 – 12 Larven angeboten werden, je nach persönlichem Bedarf. Sobald es die aktuelle Situation wieder zulässt finden auch wieder Schulungen statt, die Vereinsvölker können auch von „NeuimkerInnen“ mit betreut werden. Bei dem gemeinsamen Arbeiten lernt man am meisten, wobei auch im Freien entsprechender Schutz einzuhalten ist.

Autor: Rolf Woelke

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