Imkerberater Sprechstunde im November

Bei den Bienen gibt es jetzt bis zum Monatsende nichts mehr zu tun. Die Zeit wird für nötige Reparaturen, Waben und Wachs mit dem Dampfwachsschmelzer einschmelzen und Auffüllen der Verkaufsware genutzt. Meist werden auch einige Kurse für Bienenwachskerzen, eigene Kosmetik – und Metherstellung angeboten. Die Kerzen werden aus angewärmten Mittelwänden gerollt, der Docht vorher in flüssiges Wachs getunkt. Rezepte für Holz-, Schuh- und Lederpflegemittel aus Bienenwachs können einfach mal ausprobiert werden, ist leichter als man denkt. Wer zuviel Honig hat, kann ruhig mal Met oder Honigwein aus verschiedenen Honigen herstellen. Es überrascht immer wieder wieviel Einfluss der Honig auf das Endprodukt hat. Meist stelle ich bereits im August den ersten großen Ansatz her und fülle den Met vom Vorjahr in Flaschen oder Kanister um.

Seinen Kerzenbestand kann man mit eigenen Formen erweitern, es gibt viele Möglichkeiten diese aus Silikon selbst herzustellen. Gegossen wird mit 2x geklärtem auf 80° C erhitztes sauberem Bienenwachs. Die Dochtstärke ist dem Kerzendurchmesser anzupassen. Eine Brennprobe zeigt, ob die Kerze auch nicht russt und wie lange sie wirklich brennt. Als Tipp können gegossene Kerzen für 1-2 Tage eingefroren werden, diese brennen dann langsamer ab. Für Weihnachtsmärkte können auch Teelichter gefertigt werden, da sind 8 – 10 Stück in einem Rutsch erstellt.

Jetzt ist Zeit mal wieder in die Imker-Literatur zu schauen und einige neue Bücher oder Hefte zu studieren. Die gewonnen Erkenntnisse können im nächsten Jahr versuchsweise an einigen Völkern ausprobiert werden. Generell gilt das nächste Jahr vorzubereiten und Überlegungen anzustellen wie viele Völker und Königinnen man für seine Zwecke benötigt. Danach richtet sich der Vormerkzettel, größere Anschaffungen können noch im alten Jahr getätigt werden, da im neuen Jahr die Preise meist angepasst werden.

Ende des Monats kann bereits mit der Winterbehandlung begonnen werden, wenn die Völker brutfrei sind. Ob eine zweimalige Anwendung mit Sprühen von Milchsäure, oder eine einmalige durch Sprühen oder Träufeln von Oxalsäure in entsprechender Verdünnung durchgeführt wird obliegt dem Imker. Völker die im Oktober deutlich unter der Befallsgrenze von 1 Varroa pro Tag waren, sollten auch nicht behandelt werden. Die meisten Imker müssen aber im Winter behandeln, die Erfolgsquote von 92 – 98 % kann man durch Einschieben der Varroalade überprüfen. Durch die Winterbehandlung verschafft man seinen Völkern einen gesunden Start in die neue Saison. Unbehandelte Völker gehen meist noch über Winter ein, sie fliegen sich entweder leer oder brüten sich Tode.

Autor: Rolf Woelke

Imkerberater Sprechstunde im Oktober

In den kalten Nächten mit Frost ziehen sich die Bienen in eine lockere Wintertraube zurück, wird es tagsüber warm löst diese sich wieder auf. Auch der Bautrieb ist erloschen. Die Brutflächen werden kleiner und 3 Wochen nach dem Oktober-Vollmond sind die meisten Völker brutfrei. Dann kann eine Winterbehandlung durchgeführt werden. Sind bei der Bodenschieberkontrolle einige wenige Völker aufgefallen, die sofort behandelt werden müssen, wird bei diesen die verdeckelte Brut mit einer Entdeckelungsgabel geöffnet. Am nächsten Morgen erfolgt die Träufel-Behandlung mit Oxalsäure, solche Völker dürfen dann im Winter nicht ein zweites Mal mit Oxalsäure behandelt werden. „Imkerberater Sprechstunde im Oktober“ weiterlesen

Imkerberater Sprechstunde im September

Ein aufgeräumter Bienenstand ist, wie sauberes Zubehör, ein Aushängeschild jeder Imkerei. Ausgeschmolzene Rähmchen, Zargen, Absperrgitter und Begattungskästen sollten jetzt von Wachs- und Propolisresten in einem Reinigungsbad gesäubert werden. Auf den eigenen Schutz dabei achten und unbedingt Schutzbrille, Gummistiefel, -Schürze und –Handschuhe tragen. Eine Literflasche Imkereireiniger reicht für 100l Spüllauge, Gefäße zum Nachspülen und Platz zum Trocknen nicht vergessen. „Imkerberater Sprechstunde im September“ weiterlesen

Einladung zum Saisonabschluss

Liebe Vereinsmitglieder,
die Bienensaison 2018 nähert sich allmählich dem Ende. Wir möchten mit euch auf das Jahr zurückblicken und euch herzlich zum
Saisonabschluss am 9.9.18 um 10 Uhr am Vereinbienenstand einladen.
Für Essen und Trinken wird gesorgt.
Wir freuen uns auf Euer Kommen!
Der Vorstand

Imkertreffen – Arbeiten am Vereinsheim

Der Bienenzuchtverein blickt mit seinen Mitgliedern auf ein Wochenende zurück, an dem es sichtbar Veränderungen am Vereinsheim gab. Einige Vereinsmitglieder trafen sich bereits am Samstag, um das Vereinsheim auf einen neueren Stand zu bringen. Die Außenschalung wurde dabei erneuert.

Das Vereinsheim in neuem Glanz

Am Sonntag fand das monatliche Imkertreffen statt.  Die Mitglieder und Gäste tauschten sich über verschiedene Varroabehandlungmittel und Erfahrungen damit aus. Besonders die Jungimker können durch die langjährige Erfahrung der Altimker lernen und profitieren.

Gemütliches Beisammensitzen beim Imkertreffen

Der Vorstand bedankt sich bei allen HelferInnen!

Informationen zum Umgang mit Wespen

Wer ein Stückchen Kuchen oder ein leckeres Honigbrot im Freien isst, bekommt schon bald einen eher unliebsamen Besuch: Wespen. Das stabile warme und trockene Wetter hat zur Folge, dass sie in diese Jahr vermehrt anzutreffen sind. Nicht selten findet man ein Wespennest auf dem eigenen Grundstück. Der BUND hat zu diesem Thema eine hilfreiche Broschüre erstellt, die Informationen zum Umgang mit Wespen sowie Kontakte für eine Beratung und Umsiedlung bereitstellt. Wir möchten weiter darauf hinweisen, dass Imker nicht dazu befugt sind, Wespen umzusiedeln.
Folgend die Broschüre des BUND:
bund-da_wespenfaltblatt_2015

Imkerberater Sprechstunde im August

Noch sind einige Drohnen in den Völkern verblieben, auch wenn die meisten bereits aus den Völkern als zusätzliche Mitesser vertrieben wurden. Entdecke ich ein Volk mit auffallend vielen Drohnen schaue ich mir dieses genauer an. Meist fehlt die Königin, oder die Jungkönigin ist noch nicht begattet. Drohnenbrütige Völker kehre ich jetzt konsequent ab. „Imkerberater Sprechstunde im August“ weiterlesen

Der Imkerberater informiert – Melizitose honigschwere Waben

Kaum entdeckt schon bekommt man die Waben nicht mehr geschleudert, der Honig ist bereits fest wie Zement. Rechtzeitig bemerkt kann alle 3 Tage geschleudert werden. Eine Igelwalze erleichtert das Entdeckeln. Die ausgeschleuderten Honigwaben mit Absperrgitter unter die Völker setzen. Wasserwaben erleichtern das Umtragen in eine neue Honigzarge. Nach 3 bis 7 Tagen kann das nächste Melizitosemagazin gegeben werden. Umtrageverlust 50 – 70 %. „Der Imkerberater informiert – Melizitose honigschwere Waben“ weiterlesen

Imkerberater Sprechstunde im Juli

Am 1. Juli ist Varroatag, entweder für 3 Tage eine Diagnosewindel einschieben, oder mit der Puderzuckermethode oder Auswaschprobe den Befall messen. Im Juli sollte bei mehr als 10 Varroen/Tag behandelt werden, bei weniger als 5 braucht erstmal nicht behandelt werden. Für die Bechermethode werden im 50 ml Becher Bienen aus dem Honigraum trocken eingefüllt, also Arbeiten ohne Rauch. Die Waage sollte 0,1 g genau wiegen können. Die Probe sollte mindestens 30 g Bienen enthalten 10 g sind 100 Bienen. Bei einem Befall über 2 %, oder wenn Bienen mit verkrüppelten Flügeln im Volk sind, sollte umgehend behandelt werden.

Jungvölker werden erst ab September behandelt, sie brüten länger und sind bei der Bildung ausreichend behandelt worden.

Nach dem Abschleudern, das bei uns gegen Mitte Juli erfolgt, sind mindestens 5 kg Futter zu geben, die Vorräte im Volk sollten dann nie unter 8 kg fallen, damit genügend Brut versorgt wird. Das Füttern immer erst spät abends und ohne kleckern, damit keine Räuberei ausgelöst wird.
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Kursstart!

Am morgigen 2. Mai beginnt der erste Zuchtkurs unter der Leitung von Rolf Woelke. Es werden die Waben für den Sammelbrutableger  in Hain- Gründau entgegengenommen.  Am 16. Mai startet ein zweiter Kurs unter der Leitung von Horst Lischke. Alle Termine sind im Veranstaltungskalender der Homepage eingetragen.