Monatsbetrachtung Juli

Juli ist der Monat des Abschleuderns, der ersten Varroakontollen und eventueller Behandlung  sowie auch der Beginn der Fütterungsphase.

Wichtigste Arbeit im Juli ist die Beobachtung der Varroaentwicklung. Der Varroabefall kann mit verschiedenen Methoden festgestellt werden. Das einfachste ist eine „Varroawindel“, ein mit einen bienenundurchlässigen Gitter überspannte Platte, die mit Vaseline oder einem Fett ähnlicher Konsistenz eingerieben werden sollte. Die verwendete Platte sollte den gesamten Boden abdecken. Das Gitter ist zum Abhalten der Bienen, da diese ansonsten die abgefallenen Varroen außerhalb des Stockes entsorgen. Ameisen interessieren sich auch sehr für Varroen. Die Windel sollte mindesten 3 Tage im Kasten liegen.

Um diese Jahreszeit sollte nicht mehr als eine Varroa pro Tag fallen. Bei mehr ist eine Behandlung angesagt.

Weitere Methoden sind das Auswaschen und die Puderzuckermethode, die beide auf der Kirchhainer Institut-Seite ausführlich beschrieben sind. Sie sind schneller und genauer als die Windel.

Eine Kontrolle sollte spätesten ab Juli mindestens alle 4 Wochen maximal alle 2 Wochen stattfinden.

Zum Thema Behandlung und geeignete zugelassenen! Mittel:

Im Anschluss finden sich 2 Tabellen, eine ältere Tabelle aus der entnommen werden kann wann welches Mittel zur Anwendung kommen sollte. Und eine mit den aktuell zugelassenen Varroamitteln (Quelle: Internetseite der LWG Veitshöchheim und Biene und Natur Juli 2016)

Bitte daran denken, dass Ameisensäure bei einer Außentemperatur von mehr als 27Grad C dem Volk mehr schadet als nützt.

Eine totale Brutentnahme kann bis 20. Juli durchgeführt werden, muss aber mit einer flüssigen Fütterung einhergehen, damit die Bienen noch einmal gut in Brut gehen (Zuckerwasser 1:1).

Autorin: Diana Weckeiser